The Godfather of the Drielandenpunt

An einem Freitag im August ist es geschehen! Mir fällt es heute noch schwer euch zu erzählen, wozu ich mich verleiten ließ. Hör auf am Jammern, sagt mir mein Alter Ego und erzähle die ganze Geschichte. Also gut Alter, hier ist sie:
Seit einiger Zeit gehöre ich einer Internet-Community an, der BIG-Challenge. BIG ist das französische Akronym für «Brevet International Grimpeur » und bedeutet, dass von der Community 1000 Bergpässe vorgegeben werden, für deren Überquerung mit dem Rad je nach Schwierigkeitsgrad unterschiedlich viele Bergfahrerpunkte vergeben werden. Die Pässe verteilen sich über die ganze Welt, befinden sich in Hochgebirgen, aber auch in Südlimburg. Zum Beispiel gehört der Aufstieg zum Drielandenpunt dazu.
In diesem Jahr wird meine Community 25 Jahre alt. Zu diesem Jubiläum beschloss das Präsidium: Fahre 25 Mal deinen Heimatpass und du wirst lebenslang auf der Internetvisitenkarte des Passes als „Godfather of this BIG“ geführt. Da es einen Unterschied macht, ob man 25 Mal den Tourmalet oder 25 Mal hinauf auf den Drielandenpunt fährt, wurde reglementiert, dass kleinere Pässe 25 Mal an einem Tag gefahren werden müssten. Euch schwant wahrscheinlich, was ich euch hier beichten möchte:
Ja, ich habe es getan. Ich habe nicht abgetrieben (Spiegel, Juni 1971) und auch nicht geklaut (Spex, September 2010), nein, ich bin am 20. August 2010 25 Mal auf den Drielandenpunt hinauf gefahren. Mal von Gemmenich aus, mal von Vaals. Puh, jetzt ist es raus! Und ihr lacht? Ja, ich lache auch und darf mich nun den Godfather of the Drielandenpunt nennen, lebenslang! Ihr dürft das ab jetzt auch!
Die ersten 10 Mal habe ich es mit meinem wunderschönen, ungefederten Niner getan. Ich nahm verschiedene Auf- und Abfahrten, wie das mit dem MTB so möglich ist. Ich dachte mir, bei den ersten 10 Überquerungen muss ich in mir einen Hauch von Abwechslung vorgaukeln, damit der Tag nicht allzu eintönig werden wird.
The Godfather after his first 10 BIGS:

Die zweiten zehn Mal habe ich dann meine heiß geliebte De Rosa genommen. Zehn Mal an denselben Leuten an denselben Tischen oben auf dem Drielandenpunt vorbei zu fahren ist hart, aber möglich.
Your Godfather after his second 10 BIGS:

Wieder Zuhause, Outfit wechseln und vom leckeren Essen meiner bezaubernden Freundin Nina gekostet. Nun war alles ein Kinderspiel. Ich trat an, zu den letzten fünf Überquerungen: In historisches Polyester gekleidet (Pro-Team, Capri Sonne, 1980), auf meinem eleganten Colnago Baujahr 1981 situiert, legte ich die letzten Runden in Gedenken an Laurent Fignon ohne Helm und mit zusammengebundenen Haar zurück.
Our Godfather after his last five BIGs:

Hier gibt es einen weiteren Bericht von der Aktion in bennglisch: www.challenge-big.eu
… und hier den Eintrag zum Godfather: Godfather of the Drielandenpunt

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