Reisfladen und Gummibärchen

Den Feier- und Vatertag habe ich genutzt, um mich durch die Ardennen rund um Waimes zu pflügen. Da wurde das Leben dann doch recht spontan etwas matschiger. Bei relativ eisigen Temperaturen ging es auf die 75 Kilometer-Runde. Mein erster belgischer Jedermannritt, dementsprechend waren meine Erwartungen. In der Ankündigung zum Rennen wurde bereits von Musik an der Strecke geschrieben, die Umsetzung dessen hat mich dann doch etwas überrascht: Nach wenigen Kilometern und den ersten krassen Aufstiegen erwartete uns Fahrer eine Djembe-Truppe, die an der Strecke positioniert jeden vorbeikommenden Pulk antrommelte und mit Urschreien tiefer ins Gelände trieb. Sehr schön, mich hats gepuscht, danke Trommler.

Kurz vor der ersten Verpflegungsstelle war ich plötzlich ziemlich allein auf der Strecke. Durch den wunderschönen ardenner Wald zog es mich hinab in eine Senke, als mir plötzlich zur Attacke geblasen wurde: Zu fünft blies eine Jagdkapelle in rotem Rock, weißer Hose und schwarzen Stiefeln die Fahrer zur Jagd auf den Vordermann.

Auch die Verpflegungsstelle war nicht ohne. Wird an solchen Orten im Normalfall Energydrink und Sportlernahrung gereicht, hatten die Belgier ein etwas anderes Buffet aufgebaut: Reisfladen, Gummibärchen, mit Fruchtsirup gefärbtes Wasser, Chips und Kuchen sollten uns von nun an durch das Venn bringen. Ich habe noch nie an einem Tag soviel Reisfladen gegessen, konnte auf den letzten Kilometern aber noch ordentlich zulegen. Mehr davon!

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