Bicycle Film Festival 2017 Düsseldorf

Anfang Juli gastiert das größte Radsportspektakel der Welt in Düsseldorf: Die Tour de France 2017 feiert ihren Grand Départ in der Landeshauptstadt. Bereits in dieser Woche kommt das Bicycle Film Festival (BFF) in die Stadt am Rhein und präsentiert ein Mix aus Kurzfilmen, Portraits und Dokumentationen rund um die Kultur des Fahrradfahrens.

Das BFF wurde 2001 in New York von Brendt Barbur gegründet. Bereits die erste Ausgabe verknüpfte Film, Kunst und Musik rund um die im Big Apple besonders populäre urbane Fahrradkultur und wurde zu einem großen Erfolg. Seit dem tourt das Fahrradfilm-Spektakel um die Welt und präsentiert eine jeweils recht vielfältige Zusammenstellung aus der langen Geschichte des Fahrradfilms. Stationen wie New York – Singapur – Tokyo – Stockholm – Madrid – London – San Francisco – Mailand – Kapstadt – Amsterdam – Paris – Los Angeles sprechen für sich. Insgesamt hat das BFF seit 2001 mehr als 60 Städte besucht. Zahlreiche Künstler wie Ai Weiwei, Spike Jones oder Michel Gondry, Musiker wie Roisin Murphy, Metronomy, Peaches, Jon Spencer Blues Explosion oder SBTRKT waren involviert.
Zur Eröffnung des Festivals am Donnerstag wird im Arthouse-Kino Cinema “A Sunday in Hell” von Jørgen Leth gezeigt. “A Sunday in Hell” gilt als einer der besten Radsportfilme, die je gedreht wurden und dokumentiert den Frühjahresklassiker “Paris-Roubaix” von 1976.

Am Freitag stehen im ältesten Kino Düsseldorfs, dem Metropol, zwei Kurzfilmzusammenstellungen auf dem Programm. Die meist nur wenige Minuten langen Videos entführen die Besucher unter anderem in eine Liebesgeschichte, zu einem trauerndem Vater, begleitet zwei Singles oder dokumentiert die liebevolle Restaurierung eines alten Zweirad-Schatzes. Am Samstag geht das Festival im Grand Central Kino mit einem weiteren Kurzfilmprogramm weiter. Und auch an diesem Abend ist sicher: In jeden der kurzweiligen Kunstwerke ist auf irgendeine Art und Weise ein Fahrrad dabei. Im Anschluss an das Kurzfilmprogramm dürfen die Gäste sich in einem Goldsprint messen, bei dem die Fahrer auf feststehenden Rädern vor Publikum gegeneinander antreten. Im Anschluss treten die Düsseldorfer Piano Artisten Grandbrothers auf. Das Festival endet am Sonntag mit einer gemeinsamen Rennradausfahrt und für die unersättlichen am Abend mit einer Dokumentation über Paris-Brest-Paris, ein sogenanntes Brevet, bei dem hunderte Langstreckenradler die 1200km lange Strecke mehr oder weniger am Stück absolvieren.
Der Vorverkauf der Festivaltickets hat bereits begonnen, es stehen neben den Abendkarten für die einzelnen Events insgesamt nur 150 limitierte Festivalpässe zur Verfügung. Details zum Vorverkauf auf der BFF-Seite.

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Jahresauftakt 2017: Mit dem Traktor im Schnee

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Hans Blickensdörfer – Salz im Kaffee

1978 – Stolberg, Rheinland im Hause der Familie Hermes: Der Radwanderer feiert seine Kinderkommunion. Eine weiße Kerze in der Hand steht er in seinem dunkelblauen Cord-Anzug irgendwo auf dem Donnerberg und weiß noch nicht genau, was auch immer für ein Glück dieser Tag für ihn bereit halten wird.

Alle sind sie gekommen, Opa und Oma, natürlich Eltern und Schwestern und sogar Onkel Willi. Hastig trennt er das wertvolle Geschenkpapier von einem viel zu klein erscheinenden Inhalt. Er ist klein und es ist ein Schlüssel. Vater Bruno sieht das Pipi in seinen Augen und greift mit einem Hinweis auf den Schuppen ein. Gerade noch rechtzeitig. Halb schluchzend, halb lachend stürmt der Radwanderer aus dem Wohnzimmer am Sandkasten vorbei in den neben dem Haus gelegenen Schuppen. Es ist ein Prophete, ein echtes Prophete! Metallicgiftgrün, 24 Zoll, 10 Gang! Schon sitzt er im Sattel, jagt die Josefstraße entlang, ignoriert die Vorfahrt an Ilex- und Edelweißweg und fliegt am rechts der Straße gelegenen Spielplatz vorbei. Er versucht die ungewohnt vielfältigen Schaltoptionen mit der für das Fahrradfahren üblichen Tretbewegung in Einklang zu bringen. Schwierig, aber es geht! Schließlich haben sie das alle gelernt – Coppi, Mercx, Thurau und natürlich der unvergessene Bud.
1978 – Stuttgart, Sportredaktion der Stuttgarter Zeitung: Der Redakteur Hans Blickensdörfer hat sein Tagewerk getan. Einen weißen Kuli kauend sitzt er in seinem Bürostuhl und weiß noch nicht genau, wohin ihn die Geschichte mit Bud heute führen wird. Entspannt lehnt er sich zurück. Alle anderen sind bereits gegangen. Das Redaktionsbüro dünstet die Hektik des vergangen Tages. Er zündet sich eine Zigarette an, legt den Kuli beiseite und haut eine erste Idee in die Tasten. Schnell findet er seinen Rhythmus und erstürmt mit Bud den Tourmalet. Und das nach diesem Ruhetag: Zunächst hatten sie Bud des Dopings überführt, ihn von der Tour ausgeschlossen und eine Karriere schien ihr frühes Ende gefunden zu haben. Doch Bud war vor dem Rummel geflüchtet und hatte bei der baskischen Bauernfamilie Iribar Kraft und Mut geschöpft. Schließlich wurde klar, dass Bud betrogen worden war, und als er dem Tross der Journalisten am Abend des Ruhetages gegenüber trat, war er längst rehabilitiert. Dass er den Tourmalet am nächsten Tag nicht bezwingen, sondern erstürmen würde, war in diesen Minuten sonnenklar. Zumindest für Bud, seinen Manager Mercier, den Bauern Iribar und den umtriebigen Journalisten Max Kollmann.
Weihnachten 2010 – Fürstenberg, Sauerland im Ferienhaus der Familie Führer: Die bezaubernde Nina hat dem Radwanderer ein Buch geschenkt. „Salz im Kaffee“ von Hans Blickensdörfer.

Er kuschelt sich in die kalten Decken des Betts. Der Kachelofen gleich nebenan bollert chancenlos gegen die winterliche Kälte an. Im Dach poltern die Marder. Er schlägt die ersten Seiten auf. Zunächst den Klappentext lesen. Oh, eher wohl ein Jugendbuch! Trotzdem liest er rein, findet seinen Rhythmus und liest durch bis auf den Gipfel.
„Salz im Kaffee“ erzählt ein Jahr im Leben von Bud, der eigentlich Ernst Budzinski heißt, Bergarbeitersohn aus Dortmund ist und sich anschickt, als erster Deutscher die Tour zu gewinnen. Hans Blickensdörfer schildert jene Triumphe und Leiden, mit denen der Radsport staubige Landstraßen immer wieder in Schauplätze großer Dramen und Legenden verwandelt. Und er brilliert mit jener pointierten, hautnahen Sprache, die nun dem Radwanderer die weihnachtliche Nachtruhe raubt..
Was soll ich sagen? Ein Buch für all diejenigen, die an heißen Julinachmittagen gerne vor dem Fernseher durch Frankreich reisen.
Hans Blickensdörfer – Salz im Kaffee
Covadonga Verlag, Liebhaber-Edition (April 2003)
ISBN-10: 3936973040
ISBN-13: 978-3936973044

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Rad-WM der Journalisten

Vom 17. bis 20. September auf der Rad-WM der Journalisten:

Straßenrennen: Vierte und vorletzte Passage des Hollewegs. Zunge raus und durch!

Straßenrennen: Letzte Passage des Volkegembergs.

Ausritt mit Johan Musseuw. Den ersten steileren Abschnitt nutzte der dreifach-Sieger der Flandernrundfahrt zum Telefonieren!

Straßenrennen: Einfahrt in den Holleweg

Zeitfahren: Am Oude Kwaremont

Ausflug zu Eddys Fabrik. Es gab lecker Brötchen, viel Ware zu sehen, leider wenig Eddy.
Riesendank geht an die Organisation vom Centrum Ronde van Vlaanderen und die tollen Fotografen von GribGrab Media!

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Frühjahrsklassiker des Radsports

Zu Beginn der neuen Saison richtet sich der Fokus des Radsports jedes Jahr auf Belgien, Nordfrankreich und die Niederlande. Dort finden im April mit kurzem Abstand die Traditionsrennen Flandernrundfahrt, Paris–Roubaix, Wallonischer Pfeil, Lüttich–Bastogne–Lüttich und auch das etwas jüngere Amstel Gold Race statt. Diese Rennen leben von den Überraschungen des Aprilwetters (von Schneestürmen über Dauerregen bis zu Hitzewellen), den speziellen Gegebenheiten der Strecken mit ihren Kopfsteinpflasterpassagen und Steilstücken und der riesigen Begeisterung der Einheimischen am Straßenrand.
Frühjahrsklassiker des radsports
Flandern und die Wallonie haben eine Radsport-Tradition, die bis zum Anfang des letzten Jahrhunderts zurück reicht: Der Radsport war eine der wenigen Möglichkeiten, der harten Arbeit im Bergbau zu entfliehen.
Im Buch erzähle ich von den wichtigsten Ereignissen und Protagonisten und lasse die besondere Atmosphäre dieser extrem anspruchsvollen Eintagesrennen lebendig werden. Wer ihrer Faszination erliegt, kann sich dann mit den im Buch enthaltenen Routenplänen und Streckenbeschreibungen selbst auf den Weg machen – und das glücklicherweise nicht nur im April. „Frühjahrsklassiker des Radsports“ ist Faszinationsbuch und Radführer in einem und enthält:
• Geschichte, Akteure und Atmosphäre der Frühjahrsklassiker
• aktuelle und historische Fotos
• Routenpläne und Streckenbeschreibungen
• alle Infos, die man zum Nachfahren braucht

Okay, das war nun Werbung für mein neuestes Buch, meinen ganzen Stolz! Am besten kaufen, am liebsten im örtlichen Buchladen und nicht beim unsympathischen Amazon!
Hier findet ihr weitere Infos zum Buch

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